Wer über die Anschaffung von
PV-Anlagen nachdenkt, fragt sich häufig, wie stark die Erträge je nach Jahreszeit tatsächlich schwanken. Diese Frage ist berechtigt, denn die Sonneneinstrahlung variiert im Laufe des Jahres deutlich, was sich unmittelbar auf die Stromproduktion auswirkt.
In den Sommermonaten erreichen die meisten Systeme ihre höchste Leistung, da die Tage länger sind und die Sonne in einem steileren Winkel scheint. In dieser Zeit produzieren viele Haushalte häufig mehr Strom, als sie selbst verbrauchen können, sodass der Überschuss ins Netz eingespeist oder in einem Speicher zwischengelagert wird.
Im Winter hingegen sinkt die Erzeugung spürbar, da die Tage kürzer sind und die Sonnenintensität nachlässt. Dennoch liefern moderne Module auch in dieser Jahreszeit weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Stromversorgung, insbesondere an klaren, sonnigen Wintertagen, an denen niedrige Temperaturen sogar zu einer leicht verbesserten Effizienz der Zellen führen können.
Um diese saisonalen Schwankungen optimal auszugleichen, setzen immer mehr Haushalte auf größer dimensionierte Speichersysteme oder kombinieren ihr System mit anderen erneuerbaren Energiequellen. Eine durchdachte Jahresplanung hilft dabei, den Eigenverbrauch über alle Monate hinweg möglichst hoch zu halten.
Wichtig ist letztlich die Betrachtung der Gesamtjahresbilanz, nicht einzelner Monate. Über das gesamte Jahr gerechnet liefern gut geplante Systeme in den meisten Regionen zuverlässig genug Energie, um einen erheblichen Teil des Bedarfs zu decken, selbst wenn die Erträge zwischen Sommer und Winter deutlich variieren.